Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich

Maximilian Krah, Spitzenkandidat der AfD, Konrad Weiß, Schriftleiter der Zeitschrift “Der Eckart” und Götz Kubitschek, Verleger, sprachen in einem überfüllten Saal über die aktuelle Politik.

26. Jänner 2024 / 14:49 Uhr

Spitzenkandidat Krah zu Gast in Wien: Erklärung für die hohen AfD-Umfragewerte

Die AfD ist seit Monaten die am stärksten wachsende Partei in der Bundesrepublik Deutschland, keine andere Partei wird derzeit so häufig und täglich mehrfach in der Presse erwähnt. Gleichzeitig überschlugen sich im Jänner die Mainstream-Medien hysterisch vor angeblichen „Geheimplänen“ und anderen Dystopien. Grund genug, den Spitzenkandidaten für die EU-Wahl, Maximilian Krah, nach den konkreten Plänen seiner Partei zu befragen.

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Schulvereinshaus – Zentrum für Demokratie und Diskussion

Das geschah gestern, Donnerstag, auf Einladung der Österreichischen Landsmannschaft. Erwartungsgemäß stieß dieser Abend im Schulvereinshaus in der Wiener Josefstadt auf reges Interesse; zahlreiche Gäste konnten nur aus dem Vorraum zuhören, der Saal war überfüllt. Viele wollten sich ein ungefiltertes Bild über die politischen Ziele der AfD machen, und das von einem wichtigen Vertreter.

Doch das war nicht der einzige Stargast des Abends: Gleichzeitig war auch Götz Kubitschek ins Schulvereinshaus gekommen, der als „Vordenker“ der Neuen Rechten und damit der AfD gilt.

In ihrem Doppelvortrag nahmen sich die beiden viel Zeit, sodass sich jeder ein persönliches Bild machen konnte, ohne die Filter und Behauptungen von selbsternannten “Experten” und halbseidenen Privatvereinen als „Erklärer“.

Jüngste Demonstrationen gegen AfD

Krah und Kubitschek gingen zunächst auf die Demonstrationen der vergangenen Woche ein, als Tausende das Verbot der Oppositionspartei AfD forderten – unter dem Applaus von Regierung und Staatspräsident. Immerhin darf die AfD nach aktuellen Umfragen die Verdopplung der Wählerstimmen erwarten, während sich die Kanzlerpartei SPD in der Wählergunst halbiert hat. Die Kampagne, die ihren Anfang bei einem Treffen konservativer Menschen, darunter gleich viele AfD-Mitglieder wie CDU-Mitglieder, bei Potsdam nahm, ist durchschaubar. Doch es gibt einen Unterschied.

Virtuelle Realität gegen die Wirklichkeit

Früher organisierte die politische Linke Großaufmärsche gegen Rechte aus realen Anlässen. Heute sei dies anders, so der Moderator und Schriftleiter der Monatszeitschrift Der Eckart, Konrad Weiß. Kubitschek erklärte, dass heute Kampagnen gar keiner wirklichen Anlässe mehr bedürfen, es reiche die virtuell erzeugte Realität, die heute eine enorme Wirkmächtigkeit zeigt.

Weder gab es ein “Geheimtreffen” in Potsdam, noch wurde über die Deportation von Menschen gesprochen – und trotzdem ließen sich unter diesen offensichtlichen Falschmeldungen und unlauteren Unterstellungen tausende Menschen mobilisieren.

Alternative Medien und ihre Wichtigkeit

Die Rechten meinten bisher immer, dass sich die Realität gegenüber den Utopien durchsetzen werde, so Kubitschek. Das scheint heute nicht mehr sicher. Kubitschek:

Wir müssen der Realität auf die Sprünge helfen, weil sie nicht mehr automatisch gewinnt.

Wie? Indem wir Medienarbeit betreiben, das Vorfeld stärken und auf die Menschen zugehen.

Demokratie nur noch ein Verfahren

Der Jurist Krah ergänzte, dass unsere Demokratie heute nur noch ein Verfahren sei, aber keine gelebte Volksherrschaft. Denn echte Demokratie bedingt, dass alle auf Basis gleicher Voraussetzungen politisch mitmachen können. Doch heute gebe es bei den grundlegendsten Aspekten des Lebens gar keine gleichen Voraussetzungen: Während es für die Rechten nach wie vor nur zwei biologische Geschlechter gibt, ist das auf der linken Seite ganz anders. Nicht einmal darüber gibt es noch Konsens.

Zudem sind die Verwaltung und die Institutionen des Staates weltanschaulich nicht mehr neutral, sondern verfolgt von sich aus dieselben Interessen wie die Globalisten.

Gründe für wachsende Zustimmung

Und weil der Hass auf linker Seite in den letzten Jahren so gewaltig zugenommen hat, wie er sich mit seiner hässlichen Fratze auch vor dem Veranstaltungsort zeigte, sahen beide Redner große Gefahren vor allem für die Proponenten der Kräfte, die sich nicht vor den linken Karren spannen lassen. Sie meinten:

Der politische Gegner hat die Samthandschuhe abgestreift.

Doch angesichts dieser vielen Verwerfungen gibt es Hoffnung, zeigte sich Krah überzeugt. Warum? „Weil wir die Menschen mögen“. Den Blick in den überfüllten Saal werfend unterstellte er, dass einem Grünen die Veranstaltung zuwider wäre: alle Teilnehmer weißer Hautfarbe, keine offensichtliche “Diversity”, nur eigene Leute. Ein Graus für einen wackeren Linken. Denn „sie mögen die Menschen einfach nicht“, wie sie nun einmal sind. Für die Rechten sind die eigenen Bürger Teil des Volkes, in dem sie einen Wert und eine Verantwortung einnehmen. Sie bringen daher den Bürgern per se Wohlwollen und Freundlichkeit entgegen. Das ist die große rechte Erzählung: „Du bist wertvoll, weil Du Teil eines großen Ganzen bist.“

Mutmaßlicher rechter Wahlsieg bei EU-Wahl im Juni

Als Spitzenkandidat für die EU-Wahl im Juni betonte Krah die Wichtigkeit von politischen Allianzen in Europa. Angesichts der Verschiebung der Gewichte in der geopolitischen Auseinandersetzung – 1,4 Milliarden Inder, 1,4 Milliarden Chinesen – plädierte er für ein nach außen einiges Europa. Allerdings repräsentiert die jetzige Europäische Union (EU) nicht jenes einige Europa, das die Europäer und die Rechten wünschen.

Die EU ist vielmehr Vasall der USA, machtpolitisch ein Zwerg und aufgrund dessen auch wirtschaftlich im Niedergang. Was es brauche, seien neue Allianzen, die Europa verpflichtet sind. Dafür möchte er sich im EU-Parlament einsetzen.

Vereine unterstützen und Mitglied werden

Kubitschek verwies auf die Wichtigkeit des politischen Vorfeldes für das weitere Zurückdrängen der zerstörerischen linken Ideologien. “Wir Menschen entstammen und leben in sozialen Milieus, die uns prägen und bestimmen”, so der Vordenker. Und diese Milieus, die sich in Vereinen wie der Österreichischen Landsmannschaft, Sportklubs, Blasmusik-Vereinen usw. zeigen, sind nach wie vor weder “woke”, noch “divers”. Hier liegt die Chance für die Zukunft. Kubitschek:

Wenn die Zeit einer Idee gekommen ist, dann setzt sie sich auch durch.

Und dies zeigt sich mittlerweile weltweit: Die Menschen wenden sich wieder aktiv und bewusst rechten Gesellschaftsmodellen zu.

Erfolg für Demokratie und Meinungsfreiheit

Der Abend war nicht nur ein Erfolg für den Gastgeber, die Österreichische Landsmannschaft, sondern für die Meinungsfreiheit und die Demokratie – trotz der wieder intensiven Gegendemonstrationen von Menschen, die zwar immer Toleranz und Vielfalt predigen, im selben Atemzug aber alles verbieten wollen, was nicht ihrer Gesinnung entspricht.

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