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Schusswaffe

Weil Sicherheitsgefühl und Vertrauen in die Polizei immer mehr sinken, kaufen immer mehr Österreicher eine Waffe.

21. Jänner 2024 / 08:13 Uhr

Auf der Suche nach Sicherheit: Immer mehr private Schusswaffen

Nicht erst seit der Erhöhung der Terrorwarnstufe von 3 auf 4, der zweithöchsten (!), im Oktober sinkt das Sicherheitsgefühl der Österreicher.

Sicherheitsgefühl und Einwanderung

Schon vor dem Beginn des Ukraine-Krieges zeigte das Wiener Ifes-Institut in einer Studie, dass die Angst stark zunimmt. „Soziale Ängste seien weit verbreitet, viele davon würden auf das Thema Zuwanderung projiziert. Und bezogen auf Kriminalität fühlen sich die Österreicherinnen und Österreicher ohnehin nicht besonders sicher“, schrieb damals der Standard.

Sinkendes Vertrauen in die Polizei

Und weil gleichzeitig auch das Vertrauen in die Polizei sinkt, sorgen die Österreicher selber vor: Seit einigen Jahren steigt die Anzahl an privaten Waffenkäufen. Mehr als 1,45 Millionen private Schusswaffen sind derzeit registriert, das entspricht einem Anstieg um mehr als 70 Prozent in den vergangenen zehn Jahren.

Selbstverteidigung und Beschützen der Familie

Die Motivation zum Waffenkauf hat das Institut „Marketagent“ mit einer Befragung in Niederösterreich herausgefunden. Demnach sind Notwehr bzw. Selbstverteidigung und steigende Kriminalität die Treiber für den Waffenkauf:

Das zentrale Motiv für Waffenbesitz stellt für die Bürgerinnen und Bürger hierzulande die Selbstverteidigung dar, also das Bedürfnis, sich in etwaigen Notfällen verteidigen zu können.

Insbesondere Frauen fürchten sich immer mehr im öffentlichen Raum (43 Prozent) und kaufen deshalb Waffen. Männer greifen zur Waffe hauptsächlich, um ihre Familie im Ernstfall beschützen zu können (34 Prozent). 68 Prozent der Niederösterreicher können sich jedoch nicht vorstellen, überhaupt eine Waffe zu besitzen.

Waffenbesitz verleiht Gefühl von Sicherheit und Unsicherheit gleichzeitig

Jeder vierte Waffenbesitzer fühlt sich mit einer Waffe zu Hause sicherer, genauso viele, wie sich auf der anderen Seite unsicher fühlen würden. 18 Prozent fürchten, dass ihre Kinder die Waffe in die Hand bekommen könnten.

Dabei sind die Besitzer registrierter Waffen gesetzeskonform. 90 Prozent der Befragten gaben an, ihre Schusswaffe vorschriftsgemäß ein- und aufbruchsicher aufzubewahren. Straftaten werden in der Regel mit verbotenem Waffen- und Sprengstoffen verübt.

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