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Schmiedlechner, Fürst vorm Traktor

FPÖ-Verfassungssprecherin Susanne Fürst und FPÖ-Landwirtschaftssprecher Peter Schmiedlechner waren auch bei den Bauernprotesten in Deutschland dabei. Jetzt organisiert Schmiedlechner in Österreich eine Demonstration.

18. Jänner 2024 / 13:23 Uhr

„Ist der Bauer ruiniert, wird klimaschädlich importiert“ – Protest auf dem Ballhausplatz

Die Landwirte protestieren morgen, Freitag, gegen klimaschädliche Importe, “Green Deal”, die Mineralölsteuer, Laborfleisch und Lebensmittel, bei denen Insekten und Würmer beigemischt werden.

Wie berichtet, werden am Freitag um 13.00 Uhr auf dem Ballhausplatz – direkt vor dem Büro von ÖVP-Bundeskanzler Karl Nehammer – zahlreiche Traktoren auffahren, um auf das Bauernsterben aufmerksam zu machen. An die 50 Fahrzeuge hätten sich bereits angemeldet, sagte der Obmann der Freiheitlichen Bauernschaft, Nationalratsabgeordneter Peter Schmiedlechner, der diese Aktion federführend organisiert.

Forderungen der Landwirte

Es gehe um die Zukunft der Landwirtschaft, so Schmiedlechner, der konkrete Forderung an die Politik hat:

• Ausstieg aus dem “Green Deal”: Heimische Produkte unterstützen und stärken und nicht einschränken.
• Importstopp für ukrainisches Getreide.
• Keine Gentechnik auf unseren Feldern und Tellern.
• 100 Prozent Auszahlung und Förderungen für Umweltleistungen für 100 Prozent Leistung im Antragsjahr.
• Streichung der Mineralöl- und Mehrwertsteuer auf Diesel für landwirtschaftliche Betriebe.
• Einführung einer umfassenden Lebensmittel-Herkunftsbezeichnung.
• Stopp dem Bürokratie-Wahnsinn und der Totalüberwachung.
• Verbot von Laborfleisch und von Lebensmittel, bei denen Insekten und Würmer beigemischt werden.
• Umsetzung eines aktiven Wolfsmanagements und Entnahme von Problem-Wölfen.

Immer weniger Bauern in Österreich

Animiert von Protesten in Deutschland, an denen FPÖ-Landwirtschaftssprecher Schmiedlechner gemeinsam mit Nationalratsabgeordneten-Kollegin Susanne Fürst (FPÖ) teilgenommen hatte, soll mit der Traktoren-Demonstration am Freitag auf die dramatische Situation der Bauern in Österreich aufmerksam gemacht werden. Allein die Tatsache, dass es immer weniger Landwirte gibt, sollte in der Bundesregierung die Alarmglocken läuten lassen.

Tatsächlich werden derzeit nur noch 109.808 bäuerliche Betriebe bewirtschaftet. Zum Vergleich: 1995 gab es noch 192.793 Bauernhöfe. Innerhalb eines Jahres ist die Zahl der Höfe um 1.009 gesunken. Dies geht aus den aktuellen Förderdaten der Agrarmarkt Austria (AMA) hervor.

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