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Mahnwache am 17. Jänner Ballhausplatz

Von Mal zu Mal nehmen an den Mahnwachen zur Freilassung von Herbert Fritz und Christian Weber, die in Afghanistan beziehungsweise im Iran festgehalten werden, immer mehr Menschen teil.

18. Jänner 2024 / 10:58 Uhr

Abkehr von Neutralität erschwert Freilassung von politischen Geiseln aus Österreich im Ausland

Zum vierten Mal bereits versammelten sich Menschen zu einer Mahnwache – diesmal vor dem Bundeskanzleramt -, um auf das Schicksal verschleppter und in Guantanamo-ähnlichen Gefängnissen festgehaltenen Österreichern aufmerksam zu machen.

Das Ausladen von Botschaftern bei offiziellen Staatsanlässen, das Hissen von Fahnen ausländischer Staaten auf dem Bundeskanzleramt, die Mitfinanzierung von Waffen für kriegführende Länder – all diese Aktionen vermitteln nicht den Eindruck, Österreich sei ein neutrales Land. Was die schwarz-grüne Regierung damit anrichtet, ja sogar Österreicher im Ausland in Gefahr bringt, zeigen zwei Fälle im Iran und Afghanistan, für die gestern, Mittwoch, erneut eine Mahnwache abgehalten wurde.

Sigrid Kappl, Tochter des in Afghanistan festgehaltenen Herbert Fritz, übergab gestern im Rahmen der Mahnwache einem Mitarbeiter des Außenministeriums einen “Bittbrief” für Bundeskanzler Karl Nehammer.

„Bring them home now“

„#Bring them home now“ – dieser Schriftzug war am 14. und 15. Jänner auf der Parlamentsfassade beleuchtet. Mit dieser Kampagne wurde die Freilassung der im Zuge des Angriffs der Hamas auf Israel entführten Geiseln gefordert. Nationalratsabgeordneter Martin Graf (FPÖ), der auch gestern bei der Mahnwache teilgenommen hatte, sagte:

Die Aufforderung, „bring them home now“, richtet sich im Fall der im Iran und Afghanistan entführten und unschuldig in Gefängnissen festgehaltenen politischen Geiseln an die Bundesregierung, die hier bisher völlig versagt hat.

Die Mutter von Christian Weber, Christine Weber, bei der Übergabe des “Bittbriefes” an einen Mitarbeiter des Außenministeriums.

Dramatische Situation für verschleppte Österreicher

Herbert Fritz (84) wurde am 19. Mai 2023 in Afghanistan gekidnappt und verschleppt, Christian Weber (27) am 25. August 2022 im Iran. Die Lage für die Inhaftierten ist nach wie vor ernst. Herbert Fritz sitzt weiterhin zu Unrecht ohne medizinische Versorgung, ohne Tageslicht, Decke, Matratze oder Bett – und ohne jemals angeklagt, geschweige denn verurteilt worden zu sein – in einem afghanischen Gefängnis. Die österreichische Regierung ist anscheinend auch über die Feiertage untätig geblieben, sodass weder Herbert Fritz noch der im Iran zu Unrecht festgehaltene Christian Weber Weihnachten mit ihren Familien in Österreich verbringen konnten.

Österreich schickt Millionen Euro nach Afghanistan

Interessant: Die schwarz-grüne Bundesregierung schickt weiterhin viele Millionen Euro Hilfsgelder zum Taliban-Regime nach Kabul, während diese keine Anstalten macht, Fritz freizulassen. Nationalratsabgeordneter Martin Graf hat das in einer Rede im Parlament bereits angeprangert und einen sofortigen Zahlungsstopp gefordert. Unzensuriert berichtete.

Petitionen zur Freilassung unterschreiben

Unter dem Link https://www.openpetition.eu/at/petition/online/freiheit-fuer-herbert-fritz können Sie für die Freilassung von Herbert Fitz unterschreiben.

Und unter diesem Link https://www.openpetition.eu/at/petition/online/befreiung-fuer-christian-weber für die Freilassung von Christian Weber.

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