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Was für eine erbärmliche Weinerlichkeit: Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) bekam Stress, weil unzufriedene Bürger mit ihm reden wollten und buh riefen.

6. Jänner 2024 / 09:22 Uhr

Mainstream und Altparteien beklagen „Gewalt“ gegen Habeck, die es nie gegeben hat

Am letzten Donnerstag erwarteten hunderte Bauern und mit ihnen solidarische Bürger die Ankunft von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Fährhafen der Gemeinde Schlüttsiel in Schleswig-Holstein, um ihn wegen der Belastungspolitik der Bundesregierung zur Rede zu stellen. Habeck zog es allerdings vor, die Rückfahrt anzutreten. (Unzensuriert berichtete).

Was für eine erbärmliche Weinerlichkeit, von Mannhaftigkeit ist gar nicht zu reden. Ein Minister und seine Leibwächter, die schon Stress bekommen, weil Bürger reden wollen oder Buh rufen. Unmittelbar nach dem schmachvollen Rückzug lief eine Diffamierungskampagne, gespickt mit Unwahrheiten, an.

Pöbel, Umsturz, Gewalt!

Was der Protestaktion der Bauern folgte, war ein Trommelfeuer aus Politik und Mainstream. Man nutzte die Gelegenheit, die Protestbewegung in Hinblick auf den „Generalstreik“ am 8. Jänner in ein schiefes Licht zu rücken.

Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) unterstellte den friedlichen Demonstranten, feuchte Träume von einem „Umsturz“ zu haben. Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) schrieb: „Dort, wo Worte durch Gepöbel und Argumente durch Gewalt ersetzt werden, ist eine demokratische Grenze überschritten.“ Auch SPD-Innenministerin Nancy Faeser meldete sich mit einem kritischen Kommentar zu Wort. Kritik gab es auch aus den Reihen von FDP und CDU.

Teile und herrsche

AfD-Vorsitzende Alice Weidel spöttelte über Habeck auf X hingegen:

Statt den Dialog zu suchen, begeht er lieber Fährenflucht.

Wenig überraschend fiel den Landwirten Bauernverband-Präsident Joachim Rukwied in den Rücken und distanzierte sich von ihnen. Hatte der Verband doch erst vor kurzem den Bundeskongress der Grünen gesponsert. Offiziell floss das Geld der Mitglieder für einen „Informationsstand“ des Verbands.

Diffamierung und Desinformation

Gestützt wird die Empörung der Politiker durch eine Desinformationskampagne der Mainstream-Medien. So schrieb der Spiegel gestern, Freitag, von einem „Mob“, der sich mit dem Minister angelegt habe, und warf die Frage auf, ob nicht „Rechtsradikale“ für den Angriff auf Habeck verantwortlich waren. Ein Angriff, den es nachweislich nicht gegeben hat. Genauso wenig, wie es „Rechtsradikale“ am Kai von Schlüttsiel gab, sondern einen Querschnitt der Bevölkerung, der sich mit den anwesenden Bauern an diesem Abend solidarisierte.

Völlig überzogene Unterstellungen

Ebenfalls gestern titelte die Bild-Zeitung reißerisch in breiten Lettern: Nach Attacke auf Habeck – Wie gefährlich werden die Wut-Bauern noch? Und weiter:

In der Nacht zu Freitag hatten mehr als hundert Landwirte am Fähranleger zur Hallig Hooge (Nordsee) dem Minister aufgelauert, ihn mit Feuerwerkskörpern beschossen und zurück auf die Fähre gezwungen.

Videoaufnahmen zeigen allerdings ein ganz anderes Bild der Ereignisse, als jenes, das die Bild Zeitung und andere Medien des Mainstreams der Öffentlichkeit verkaufen wollen.

Video zeigt die Wahrheit

Bei der Blockade des Fähranlegers war es zwar zu lautstarken Sprechchören, Sirenengeheul und anderen demonstrationstypischen Unmutsäußerungen gekommen, aber keineswegs zu Gewalt gegen Sachen oder gar Personen. Als 20 bis 30 Demonstranten auf den Landungssteg drängten, hatten die wenigen Polizeikräfte vor Ort keine große Mühe, sie wieder zurück auf den Kai zu schicken. Die Fähre mit dem Minister hatte zu diesem Zeitpunkt ohnehin bereits abgelegt. Die Leute hätten daher schon ins eiskalte Wasser springen und schwimmen müssen, hätten sie auf die Fähre gelangen wollen.

Zu keinem Zeitpunkt hatte für Habeck, wie behauptet, Gefahr bestanden. Er hatte auch nie die Fähre verlassen, um zurück gezwungen worden zu sein, wie die Bild-Zeitung schrieb. Folglich konnte er auch gar nicht mit Feuerwerkskörpern beschossen werden.

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