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Van der Bellen / Herbert Kickl

Bundespräsient Van der Bellen hat Herbert Kickl schon als Innenminister angelobt. Er weiß also, wie es geht.

10. Dezember 2023 / 11:23 Uhr

Das wahre Duell um den „Volkskanzler“ heißt Van der Bellen gegen Kickl

Wenn weder ÖVP-Chef Karl Nehammer noch SPÖ-Vorsitzender Andreas Babler bei der kommenden Nationalratswahl Herbert Kickl schlagen können, heißt der wahre Gegner des FPÖ-Chefs Alexander Van der Bellen.

Der schlimmste Tag in der Ära Van der Bellens

Heute, Sonntag, hat der Kronen-Zeitung-Kolumnist Rainer Nowak, der als Presse-Chefredakteur über die Chat-Protokolle mit dem damaligen Generalsekretär im Finanzministerium, Thomas Schmid, gestolpert war, dieses Duell vorgezeichnet. Es wäre der schlimmste Tag in der Ära von Van der Bellen, wenn dieser Herbert Kickl als Kanzler angeloben würde. Der präsidiale Alt-Grüne hätte sich daher geschworen, alles zu unternehmen, um genau das zu verhindern, schrieb Nowak in seinem Kommentar.

Regierungsauftrag für abgeschlagenen Zweiten

Nowak geht davon aus, dass FPÖ-Chef Herbert Kickl als Sieger der Nationalratswahl 2024 hervorgehen wird. Laut allen Umfragen sieht es tatsächlich danach aus. Weder Nehammer noch Babler kommen derzeit an Kickl heran. Nowak meinte, dass es daher nicht unwichtig wäre, wer auf dem zweiten Platz landet. Denn nach der Ankündigung Van der Bellens, Kickl als Kanzler nicht angeloben zu wollen, könnte der Zweitplatzierte (auch wenn er noch so abgeschlagen dort landet) mit der Regierungsbildung beauftragt werden.

Kraft im “kaiserlichen Schneckenhaus” sammeln

Dass Van der Bellen sich ins „kaiserliche Schneckenhaus“ am Ballhausplatz zurückgezogen habe und wenig bis kaum von ihm zu hören sei, habe laut Nowak damit zu tun, dass der Bundespräsident Kraft für die „wohl längsten und intensivsten Sondierungsgespräche aller Zeiten“ sammeln würde. Der jetzige Krone-Kolumnist bringt zudem die Überlegung Van der Bellens ins Spiel, eine (nicht durch den Wähler legitimierte) Experten-Regierung bilden zu wollen.

Wähler entscheiden über Kanzler, nicht der Bundespräsident

Denkt Van der Bellen tatsächlich so, wie es Rainer Nowak beschreibt, werden sich die Österreicher die Frage stellen, warum sie überhaupt zur Wahl gehen sollen, ob es hierzulande noch demokratisch zugeht, oder ob der Bundespräsident unabhängig des Wahlausgangs die Regierung ganz nach seinem eigenen Gutdünken zusammenstellt? Früher oder später wird aber auch Van der Bellen der Realität ins Auge sehen müssen – nämlich dann, wenn Herbert Kickl mit einem eindeutigen Votum vom Volk als Kanzler gewünscht wird.

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