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Auch im nächsten Jahr wird Siemens Energy die Ziele bei der Windkraft nicht erreichen – bezahlen soll dafür der Steuerzahler.

27. Oktober 2023 / 08:42 Uhr

Das Flaggschiff der Energiewende sinkt – und will vom Steuerzahler gerettet werden

“Siemens Energy” galt als Flaggschiff der sogenannten “Energiewende”.

Absturz an der Börse

Doch jetzt rasseln die Aktienkurse. Gestern, Donnerstag, waren sie zeitweise im freien Fall, bis sich das Minus bei 35,5 Prozent einstellte. Es wird spekuliert, dass das Unternehmen demnächst aus dem Börsenindex Dax fliegen und in den MDAX abrutschen könnte.

Grund dafür ist die Tatsache, dass der Hoffnungsträger in Sachen erneuerbare Energien, an dem der Siemens-Konzern mit einem guten Viertel beteiligt ist, seit Jahren Verluste einfährt. Für das laufende Geschäftsjahr 2023 rechnet das Unternehmen mit einem Verlust von 4,5 Milliarden Euro. Nach eigenen Angaben wird der Dax-Konzern auch 2024 die Markt-Schätzungen im Windgeschäft verfehlen. Im Vergleich zu Jänner 2021 hat Siemens Energy drei Viertel seines Wertes verloren.

Der Steuerzahler wird es schon richten

Was machen heutige, von der Politik hofierte Unternehmen in einem solchen Fall? Sie wenden sich an den Staat und wollen vom Steuerzahler Geld.

Denn der Mutterkonzern Siemens ziert sich mit einer Geldspritze. Also verhandelt Siemens Energy mit der “Ampel”-Regierung über staatliche Garantien. Gegenüber der Wirtschaftswoche bestätigte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums die Verhandlungen. Es soll um Bürgschaften in Höhe von 15 Milliarden Euro gehen.

Vollkommene Verblendung

Doch dass die “Energiewende” schlicht gescheitert ist, kommt weder den Politikern, noch dem Unternehmen in den Sinn. Im Gegenteil. Ein Unternehmenssprecher erklärte gegenüber der Tagesschau:

Das enorme Tempo der Energiewende sorgt für eine hohe Nachfrage nach unseren Technologien, unser Auftragsbestand liegt bei 110 Milliarden Euro.

Diese an sich positive Entwicklung führe dazu, dass „wir in größerem Ausmaß Garantien an unsere Kunden vergeben müssen“. Das sei eine Herausforderung für alle Unternehmen. Siemens Energie bringe daher „Maßnahmen zur Stärkung unserer Bilanz auf den Weg und führt auch Gespräche mit der Bundesregierung, wie wir Garantiestrukturen im schnell wachsenden Energiemarkt sicherstellen können.“

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