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Falter-Chefredakteur Florian Klenk soll einen Krone-Redakteur, der ihn zur Causa “Inseratenkorruption” befragte, als “miesen Typen” beschimpft haben.

10. Oktober 2023 / 11:00 Uhr

Rief Oberstaatsanwalt der WKStA „Krone“-Redakteur auf Zuruf von „Falter“-Chef Klenk an?

Simmering gegen Kapfenberg, das ist Brutalität! Der legendäre Spruch des Kabarettisten Helmut Qualtinger über dieses Fußballspiel könnte jetzt auf den Konflikt zwischen Kronen Zeitung und Falter angewendet werden – und gibt ungewöhnliche Einblicke in die Justiz.

Anonyme Anzeige wegen des Verdachgs der Inseratenkorruption

Wie berichtet, gibt es eine anonyme Anzeige gegen den Falter wegen des Verdachts der Inseratenkorruption. In einer Gesamtbetrachtung des Zeitraums zwischen Quartal 3 / 2013 und Quartal 1 / 2023 errechnete der anonyme Anzeiger Arbeiterkammer-Inserate im Falter um 1,31 Millionen Euro und Stadt-Wien-Inserate (inklusive stadtnaher Betriebe) um 4,76 Millionen Euro. Im Durchschnitt würden Stadt Wien und stadteigene Unternehmen pro Jahr 440.000 Euro für Falter-Inserate ausgeben. Das sei im Hinblick auf die geringe Auflage der Zeitung merkwürdig und würde den Verdacht erhärten, dass es sich hier um Inseratenkorruption handeln könnte. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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“Mieser Typ”

Diese anonyme Anzeige gegen den Falter hat nun zu einem veritablen Konflikt zwischen Falter-Chefredakteur und Mitgesellschafter Florian Klenk und der Redaktion der Kronen Zeitung geführt. Während Klenk auf X von „einer Intrige eines Mediums“ schreibt und damit die Kronen Zeitung meint und laut Bericht in der Kronen Zeitung den recherchierenden Krone-Redakteur persönlich als „miesen Typen“ bezeichnet haben soll, wundert sich die Kronen Zeitung über die ermittelnde Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA). So habe der Oberstaatsanwalt der WKStA-Medienstelle auf Zuruf von Klenk dem Krone-Redakteur erklärt, was Sache sei, wird behauptet. Die Krone kommentiert das so:

Man stelle sich vor, die Justiz würde so auf Zuruf eines anderen Mediums oder Parteisekretärs reagieren. In den Augen des „Falter“ wäre das wohl Intervention.

Hat sich der Vorfall so abgespielt, darf man sich tatsächlich die Frage stellen, ob die Staatsanwaltschaft unter der grünen Justizministerin Alma Zadić mit zweierlei Maß misst und für manche Verdächtige sogar auf Zuruf ausrückt, um zu erklären, „was Sache ist“?

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