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Ernst Nevrivy

Neben Ernst Nevrivy (im Bild klatschend bei einer Veranstaltung) sollen auch noch andere Genossen vom Grundstücks-Kauf profitiert haben.

22. September 2023 / 15:08 Uhr

Hohe SPÖ-Politiker krallten sich vor Umwidmung billige Grundstücke

Gleich vier hohe SPÖ-Politiker, darunter auch der Bezirksvorsteher der Donaustadt, Ernst Nevrivy, haben sich im Bezirk noch schnell vor der Umwidmung Grundstücke gekauft und davon enorm profitiert.

Das berichten Medien übereinstimmend. Die mittlerweile nur noch im Netz erscheinende Wiener Zeitung titelt mit „Der rote Schrebergarten-Cluster“, Oe24 schreibt „Schrebergarten-Affäre um SPÖ: Schon 4 Politiker betroffen“ – und in der Kronen Zeitung heißt es: „Dubiose Immo-Deals: Exklusiver Badeteich wird zur SPÖ-Kommune“.

SPÖ-Bezirksvorsteher hat Genossen als Nachbarn

Nachdem die Wiener Zeitung als erstes Medium darüber berichtete, dass der Donaustädter Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy am 30. Juli 2020 ein Grundstück in einem Kleingarten am Badeteich im Bezirksteil Breitenlee um 161.700 Euro erworben hatte, das dann am 25. November 2021 im Wiener Gemeinderat in Bauland umgewidmet wurde (wodurch der Wert auf etwa das Doppelte stieg), wurde nun bekannt, dass er bei diesem lukrativen Immo-Geschäft nicht alleine war.

Zur roten Gruppe, die durch diese Umwidmung profitiert hat, sollen auch Nationaratsabgeordnete Petra Bayr, die Wiener Gemeinderätin Astrid Rompold und die stellvertretende Bezirksvorsteherin von Mariahilf, Julia Lessacher, zählen. Direkt am malerischen Badeteich der Krcal-Grube (vormals ein Schotterteich) sollen auch ein ehemaliger Pressesprecher eines Bundeskanzlers und Stadtrates, ein ranghoher Gewerkschaftsfunktionär, eine Referentin eines Sozialpartners und die Chefin einer Magistratsabteilung der Stadt Wien anzutreffen sein.

“Wir widmen uns die Welt, wie sie uns gefällt“

Verärgert über diesen „Bilderbuch-Skandal“ zeigte sich der Klubobmann der Wiener Freiheitlichen, Maximilan Krauss. In einer Aussendung mit dem Titel „Rote: Wir widmen uns die Welt, wie sie uns gefällt“ sagte Krauss:

Während für Normalsterbliche Kleingärten kaum noch leistbar sind bzw. sie ob der langen Wartelisten nicht zum Zug kommen, können rote Bonzen diese kaufen und vergolden.

“Rote Bonzen stopfen sich die Taschen voll”

Entsetzt zeigt sich auch der freiheitliche Nationalratsabgeordnete und Donaustädter Bezirkspartei-Obmann Martin Graf gegenüber unzensuriert:

Das ist eine ganz ungustiöse Geschichte des roten Wiener Parteiadels. Ich fordere mindestens die Rückabwicklung der Kaufverträge an den Kleingartenverband plus Schadenersatz. Über alles andere soll sich die Strafjustiz in Bewegung setzen. Es geht nicht an, dass rote Bonzen sich mit möglicherweise krimineller Energie zu Lasten der Steuerzahler die Taschen vollstopfen.

Laut zitiertem Kleingarten-Protokoll, das in der Wiener Zeitung veröffentlicht wurde, habe SPÖ-Bezirksvorsteher Nevrivy eine Umwidmung versprochen und im Zuge dessen selbst ein Grundstück erworben. Er habe den Wert seines Grundstückes somit mehr als verdoppelt. Zuvor scheint er aber noch Parteigenossen eingeweiht zu haben, kritisierte Krauss, der nicht nur die Rückabwicklung der Grundstück-Geschäfte fordert, sondern auch den Rücktritt der durch diesen Coup reicher gewordenen SPÖ-Politiker.

Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

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