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ORF und Bundesregierung

Der grüne Vizekanzler Werner Kogler und ÖVP-Kanzler Karl Nehammer haben anscheinend einen “Green Deal”, was Posten beim ORF betrifft.

ORF

30. August 2023 / 08:31 Uhr

“Grüne Machtübernahme”: Ex-Grüne Politikerin wird vom ORF zur “Klimabeauftragten” benannt

Kurz vor der Einführung der ORF-Zwangsgebühr wird in der Rundfunkanstalt der schwarz-grüne Machtausbau völlig ungeniert vorangetrieben: Das zeigt jetzt auch die neueste Personalie der Sendeanstalt, die einen mehr als faden Beigeschmack enthält.

Burgenländische Grüne übernehmen “Klimaposten”

Konkret geht es um eine grüne Ex-Politikerin namens Anita Malli: Die 45-Jährige unterstützte bis zum Mai 2018 die Burgenländischen Grünen als Landesgeschäftsführerin. Sie wurde nun zur “Klima- und Nachhaltigkeitsbeauftragten” des Staatssenders ernannt. Damit ist sie in grüner Gesellschaft, denn auch der Stiftungsratschef des ORF, Lothar Lockl, ist ein grüner Parteikollege. Die ehemalige Bezirksrätin in Wien-Neubau soll zudem den grünen Funktionär Pius Strobl als Co-Manager an der Seite haben, der Mitbegründer der Burgenländischen Grünen ist, für die Malli immerhin vier Jahre lang arbeitete.

Selbst ORF-Mitarbeitern wird grüne Einflussnahme unheimlich

Dass ausgerechnet eine ehemalige Politikerin der Grünen auf Kosten der Gebührenzahler als “unabhängige Expertin” arbeiten soll, sorgt auch innerhalb des ORF für Irritationen, viele Mitarbeiter sehen die parteipolitische Nähe der neuen Klimabeauftragten mehr als kritisch und fürchten einen zu großen Einfluss der Politik auf den Sender. Noch dubioser wird die Geschichte durch den Umstand, dass die Hälfte des Monatsgehalts der Ex-Grünen von einem Verein namens “Mutter Erde” übernommen werden soll. Geschäftsführerin des Vereins dort ist Malli selbst, ihr Co-Manager beim ORF sitzt im Vorstand des Vereins, der im Jahr 2017 – andere Jahresumsätze sind nicht bekannt – gerade einmal 3400 Euro an Spenden generieren konnte.

ORF-Reform: Objektivität statt Bevormundung – und das ohne Zwangsgebühr

Der ORF werde immer mehr zu einem “‘grünen Aiderbichl’ und links-ökomarxistischen Verlautbarungsorgan”, kommentierte FPÖ-Mediensprecher Christian Hafenecker die fragwürdigen Vorgänge im Sender. Er fordert das sofortige Aus der bei der Bevölkerung ohnehin äußerst unbeliebten neuen Zwangsgebühr. Auch er sieht eine “grüne Machtübernahme” des ORF – und das noch bevor die Grünen aus der Bundesregierung fliegen würden:

Um das zu erkennen, braucht man nur eins und eins zusammenzählen. Der Ex-Grünen-Kampagnenmanager Lothar Lockl als Stiftungsratsvorsitzender, Ex-Grünen-Bundesgeschäftsführer Pius Strobl als ORF-Manager und jetzt auch noch eine ehemalige grüne Landesgeschäftsführerin als “Klimaexpertin”, die den Menschen erklären soll, wie “klimafreundliches Fernsehen” funktioniert und deren Co-Manager dem Vernehmen nach auch noch Mitbegründer der burgenländischen Grünen ist: Nach Einführung der ORF-“Zwangssteuer” durch Schwarz-Grün, die zusätzlich rund 40 Millionen Euro aus den Geldbörsen der Bürger jährlich ins ORF-Budget spült, hat man am Küniglberg offenbar jegliche Hemmung verloren und versucht nicht einmal mehr, die grün-ideologische Schlagseite und Indoktrination zu kaschieren. Das ist ein Skandal und der Bevölkerung keinen Tag länger zuzumuten

“Moralischer Verfall der ÖVP zum puren Machterhalt”

Die ÖVP habe sich den Posten des Generaldirektors gesichert und lasse den Grünen nun Narrenfreiheit bei anderen Posten, vermutet Hafenecker, der in einer Aussendung meinte:

So hat sich Schwarz-Grün den ORF samt “Zwangssteuer” offensichtlich hergerichtet, als Propagandainstrument der Mächtigen und selbsternannten Eliten, das mit politisch einseitiger Bevormundung statt objektiver Information im Sinne des öffentlich-rechtlichen Auftrags ganz deren Interessen und nicht jenen der Bevölkerung dient. Ein verschlankter “Grundfunk”, der ohne jegliche Form von “Zwangsabgaben” und Zwangsgebühren auskommt, steht daher ganz oben auf der Agenda einer freiheitlich geführten Bundesregierung!

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