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Wolodymyr Selenskyj und Nord Stream

Der ukrainische Präsident, Wolodimir Selenskyj, bestreitet weiterhin jegliche Beteiligung an der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines.

26. August 2023 / 14:50 Uhr

Nord-Stream-Sprengung: Hinweise auf Täterschaft der Ukraine verdichten sich

Wer die Ukraine als Täter der Nord-Stream-Pipelines-Sprengung verdächtigte, wurde als „Putin-Versteher“ und „Verschwörungstheoretiker“ hingestellt. Jetzt aber sieht die Sache plötzlich ganz anders aus.

Verdacht vom Bundeskriminalamt

Bundesdeutsche Behörden, konkret das Bundeskriminalamt (BKA), vermuten jetzt ganz offiziell die Ukrainer hinter der Sprengung der durch die Ostsee von Russland nach Deutschland verlaufenden Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 im September 2022. Darüber hat der Spiegel und das ZDF berichtet. Der Spiegel schrieb:

Die Ermittler vom BKA, Bundespolizei und des Generalbundesanwalts haben nur noch wenige Zweifel daran, dass ein ukrainisches Kommando die Pipelines sprengte.

Verdächtige hielten sich in Ukraine auf

Die Analyse unter anderem von IP-Adressen und anderen Daten komme zu dem Schluss, dass sich die Verdächtigen vor und nach dem Sabotageakt in der Ukraine aufgehalten und von dort aus kommuniziert hätten. Das Bild, das diese Auswertung erbracht habe, sei ziemlich eindeutig, wurde aus Sicherheitskreisen zitiert.

Präsident will mit der Sache nichts zu tun haben

Im März 2023 hatte schon die New York Times gemutmaßt, dass eine pro-ukrainische Gruppe für die Sabotage-Aktion an den Gasleitungen verantwortlich gewesen sei. Der ukrainische Präsident, Wolodimir Selenskyj, bestritt damals wie heute jegliche Beteiligung.

Anscheinend wollen die Ukraine-Unterstützer auch nach neuesten Erkenntnissen glauben, dass Selenskyi mit der Sache nichts zu tun habe. Tatsächlich geht der Spiegel nämlich davon aus, dass der Staatschef nicht eingeweiht gewesen sei.

Messen mit zweierlei Maß

Dem Präsidenten eines der korruptesten Länder der Welt schenkt man also Vertrauen, während der russische Präsident, Wladimir Putin, sofort und ohne jegliche Beweise für jedes negative Ereignis in Haft genommen wird. Man erinnere sich nur an den Raketeneinschlag in Polen, für den Putin von der westlichen Welt verantwortlich gemacht wurde, obwohl es sich – wie sich dann eindeutig herausstellte – um eine aus der Ukraine abgeschossene, “verirrte” Rakete handelte.

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Kickl: “Als Verschwörungstheoretiker denunziert”

FPÖ-Chef Herbert Kickl sieht sich in seiner Vermutung, dass die Ukraine hinter der Sprengung stecken könnte, bestätigt. Auf Facebook schrieb er:

Könnt ihr euch noch daran erinnern, als wir Freiheitliche dieses Szenario in den Bereich des Möglichen gerückt haben? Wir wurden als Verschwörungstheoretiker und Putin-Versteher denunziert! Nun ist plötzlich alles anders… Hier sieht man wieder, wie sogenannte “Experten” und “Fakten-Checker”, die meinen, die Wahrheit für sich gepachtet zu haben, falsch liegen können. Und noch etwas: Wir tragen Sanktionen mit, erleiden eine unglaubliche Teuerungswelle, lassen uns in einen Konflikt hineinziehen uvm. – und als “Dank” wird uns auch noch die Energieinfrastruktur zerstört. Ist das nicht alles irre? Die passende Antwort kann nur lauten: Raus aus dem Sanktions-Wahnsinn, zurück zur echten Neutralität!

Selenskyj will Österreich Gas abdrehen

Jetzt gehen internationale Sicherheitskreise davon aus, dass Moskau mit dem Sabotage-Akt eine wichtige Einnahmequelle sowie Putin „sein wichtigstes Erpressungsinstrument“ gegenüber der bundesdeutschen Regierung genommen werden sollte.

Diese Gefahr ist noch nicht vorüber. Denn – wie berichtet – will die Ukraine den Ende 2024 auslaufenden Gas-Durchflussvertrag mit der Russischen Föderation nicht mehr verlängern. Damit wird die Gaszufuhr nach Österreich unterbrochen und verhindert. Ein unerhörter Anschlag auf unsere Energieversorgung, der im Gegenzug für die Ukraine Konsequenzen haben müsste. Doch was tut die EU und die österreichische Bundesregierung? Sie schicken weiter Milliarden westlicher Steuergelder in das Kriegsgebiet.

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