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Obwohl das Wohnen immer mehr zum Luxus wird, spricht sich Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) gegen einen Mietpreisdeckel aus.

14. August 2023 / 16:06 Uhr

Wohnen wird immer mehr zum Luxus: Finanzminister Brunner bekennt sich trotzdem zu steigenden Mieten

Wie von unzensuriert berichtet, sind die Kategorienmieten erst kürzlich erneut erhöht worden – damit wurde der Mietpreisindex bereits zum vierten Mal binnen nur 15 Monaten geändert und das Wohnen für die Mieter immer teurer.

Finanzminister: Mietpreisdeckel nicht sinnvoll

Aus der Politik kommt für die unzähligen Menschen im Land, die sich das Wohnen kaum noch leisten können, wenig Hilfe. Das bestätigte sich kürzlich durch ein Interview von Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) mit dem Nachrichtenmagazin Profil: Maßnahmen wie einen Mietpreisdeckel lehnt er ab. “Nicht alles, was populär klingt, ist auch sinnvoll. Das Thema muss größer gesehen werden (…)”, sagte der Minister zur Idee einer solchen Deckelung.

Unsoziale ÖVP-Wohnpolitik ist nicht “normal” und treibt Menschen in die Armut

FPÖ-Bautensprecher Philip Schrangl kann diese Aussage nicht nachvollziehen: Es sei “sozial- wie gesellschaftspolitisch schlicht verantwortungslos, weiterhin gegen einen Mietendeckel einzutreten“, meinte der Nationalratsabgeordnete dazu. Die Wohnpolitik der ÖVP sei nicht normal, sondern bewege sich sogar im “Gleichschritt mit Immobilienmagnaten”. Durch diese unsoziale Politik würden immer mehr Menschen in die Armut getrieben werden.

Erst Anfang Juli wurde ein Maßnahmenpaket der FPÖ, das unter anderem die Aussetzung der Erhöhung von Kategorie- und Richtwertmieten bis 2025 enthielt, im Parlament von ÖVP, Grünen und Neos abgelehnt.

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