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Jürgen Wirth Anderlan kandidiert für den Südtiroler Landtag und mischt den Wahlkampf auf.

19. Juli 2023 / 07:56 Uhr

Es kommt (endlich) Bewegung in den Wahlkampf: Wirth Anderlan kandidiert mit eigener Liste

Der ehemalige Landeskommandant des Schützenbundes, Jürgen Wirth Anderlan, hat gestern, Dienstag, offiziell seine Kandidatur für die Landtagswahl im Herbst in Südtirol bekannt gegeben.

„Südtirol Wirth frei“

Der Name seiner Liste ist gleichzeitig sein Programm: JWA steht für seine Initialen und für ihn und seine bodenständigen, heimattreuen Einstellungen. Und er postuliert: Südtirol Wirth frei.

Um bei der Landtagswahl antreten zu können, muss Wirth Anderlan bis Ende des Sommers mehrere hundert Unterschriften sammeln und mindestens zwölf Kandidaten aufweisen. Wirth Anderlan erklärte, dass er bereits 30 Kandidaten gefunden hätte, darunter auch sehr viele Frauen.

Kompetenzen zurückholen

Sein Wahlspruch lautet:

Südtirol braucht Eier.

Das heißt für ihn, dass Südtirol gegenüber Rom und Brüssel fester auftreten müsse. Das Land werde derzeit „von skrupellosen Marionetten mit Vollgas an die Wand gefahren“. Südtirol müsse Kompetenzen zurückholen, denn

es kann nicht sein, dass Rom und Brüssel entscheiden.

Kritik an Regierung und „schlafender“ Opposition

Die neue Liste und ihr Vorsitzender mischen den Wahlkampf auf, der jetzt endlich lebendiger wird. Wirth Anderlans Hauptkritik gilt der Regierung, aber er sparte in den vergangenen Jahren nicht mit Kritik an der „schlafenden“ Opposition. Eines können die Wähler sicher sein, Wirth Anderlan verbiegt sich nicht. Da braucht sich niemand zu sorgen.

Als er dereinst einen ersten Rap-Song veröffentlichte, wurde er wegen seiner darin enthaltenen Kritik an der Verschwulung als Landeskommandant der Schützen intern kritisiert. Sofort trat er ab, denn er war nicht bereit, sich zu verbiegen.

Drei Hauptthemen

Auf drei Themen will sich Wirth Anderlan konzentrieren: die Selbstbestimmung Südtirols, den „Stopp der Überfremdung“ und die „Anklage der Corona-Verbrechen“.

Berührungsängste zu anderen Parteien hat er nicht. Und er erklärt:

Ich verstehe mich auch mit den Grünen, wenn’s um Regionalität geht – oder mit den Fratelli d’Italia, wenn’s um den Gender-Scheiß geht.

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