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Herbert Kickl und Strommasten

Die Menschen hätten nicht vergessen, dass sie seit dem letzten Jahr um mehrere hundert Prozent mehr für Strom bezahlen, sagte Kickl zur Nehammer-Ankündigung, dass die Strompreise sinken würden.

1. Juni 2023 / 08:59 Uhr

Kickl: „Nehammer-Effekt“ bei sinkenden Strompreisen gleich null

ÖVP-Bundeskanzler Karl Nehammer hat gestern, Mittwoch, eine Jubelmeldung über „sinkende Strompreise“ rausgelassen, während die Österreicher beim Blick auf die Stromrechnung noch immer verzweifeln.

Die Maßnahmen der Bundesregierung würden wirken, so Nehammer erfreut, der die angekündigten Strompreissenkungen auf eine Gesetzesnovelle zurückführt, wonach Übergewinne stärker abgeschöpft werden.

Preise sinken, werden aber nicht an Kunden weitergegeben

Für FPÖ-Chef Herbert Kickl ist die Jubelmeldung des Kanzlers aber fehl am Platz. In einer Aussendung bezeichnete er die Reaktion des „Jubel-Nehammers“ als „Eigen-PR“ und stellte klar:

Die Menschen haben nicht viel davon, denn obwohl die Preise an den internationalen Börsen seit Monaten sinken, wird dieser Trend von den Anbietern noch gar nicht oder nur schleppend weitergegeben. Die Menschen haben nicht vergessen, dass sie seit dem letzten Jahr um mehrere hundert Prozent mehr für Strom bezahlen als noch vor Beginn der „glorreichen“ Sanktionspolitik von EU und der österreichischen Regierung, durch die die Preise für Strom und Gas so richtig explodiert sind.

Mit horrenden Vorschreibungen geschockt

Als Beispiele nannte Kickl Medienberichte über die EVN, durch die im Dezember 2022 bekannt wurde, dass sich eine Kilowattstunde Strom für Neukunden von zehn auf 67 Cent verteuerte. Aber auch die Wien Energie griff den Kunden seit dem vergangenen Jahr tief in die Tasche. Beinahe monatlich hätten Anbieter im Vorjahr die Kunden mit neuen horrenden Vorschreibungen geschockt.

Die vereinzelt nun stattfindenden Preissenkungen seien in Wahrheit längst überfällig, wenn man sich die internationalen Entwicklungen ansieht. Der „Nehammer-Effekt“ an dieser Entwicklung sei gleich null, zeigte sich Kickl überzeugt.

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