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Immer mehr wird die eigene Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Jetzt geht es ans Autofahren von älteren Fahrern.

30. Mai 2023 / 15:15 Uhr

Immer neue Diskriminierungsideen: Jetzt sind die Senioren im Visier

Ein neuer Testballon wurde gezündet, der seinen Ausgang in Brüssel hat. Denn dort arbeitet die EU-Kommission an einer Führerscheinreform.

Brüsseler Ideen verkauft vom Kuratorium für Verkehrssicherheit

Über den Umweg über das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) wurde die Idee nun auch in Österreich kolportiert, wonach ältere Autofahrer nur dann noch einen Pkw lenken dürfen, wenn sie ihre Fahrtüchtigkeit bewiesen haben. Das Kuratorium empfiehlt daher verpflichtende „Perfektionsfahrten“ für Senioren über 70 Jahre – und bietet sie auch selbst an, auch jetzt schon, allerdings derzeit noch freiwillig.

Begründet wird der Vorstoß mit dem erhöhte Unfallrisiko bei betagten Autofahren. Laut KFV sei ein Anstieg an Unfällen ab 80 Jahren zu erkennen. Er wäre höher als bei Fahranfängern. Ab 85 Jahren steige das Unfallrisiko noch weiter, sagte ein KFV-Mitarbeiter heute, Dienstag, im „Ö1-Morgenjournal“.

Kaum Unfallverursacher

Sofort und bislang als einzige erteilten die Freiheitlichen dieser „Diskriminierungsidee“ eine Absage. Für FPÖ-Verkehrssprecher Christian Hafenecker würde die Verkehrssicherheit dadurch kaum erhöht, da Personen über 65 statistisch gesehenen als Unfallverursacher stark unterrepräsentiert seien. Er sagt:

Mit solchen Maßnahmen wird nur die Mobilität unserer Senioren eingeschränkt, was gerade im ländlichen Raum, wo das Auto meist für Arztbesuche oder die Erledigung von Einkäufen unverzichtbar ist, drastische Folgen auf die Lebensqualität haben würde.

Außerdem würden „gerade ältere Menschen über ihren gesundheitlichen Zustand und damit ihre Fahrtauglichkeit selbst am besten Bescheid wissen“, so Hafenecker.

Vor dem Karren der grünen Ideologen

Und Hafenecker durchschaut das Spiel. Denn „angesichts seines jüngsten Vorschlags könne man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich das Kuratorium für Verkehrssicherheit immer mehr in den „Feldzug des EU-Establishments und der grünen Klimaschutzministerin Gewessler gegen die individuelle Mobilität der Menschen“ einhänge“. Hafenecker:

Immerhin war es auch das Kuratorium für Verkehrssicherheit, das im Vorjahr Gewesslers Enteignungsfantasien gegen ,Raser´ beklatscht hat und auch bei willkürlichen Tempolimits ganz auf grünideologischer Linie ist.

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