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Vor dicht gedrängten Menschenmassen erklärte Parteichef Herbert Kickl, dass “es Zeit ist für eine Wende zu einer Politik für die eigene Bevölkerung”.

1. Mai 2023 / 21:27 Uhr

Tag der Arbeit: FPÖ-Chef Kickl will Kanzler werden, „der weiß, was er zu tun hat“

Nicht nur die SPÖ wendet sich am 1. Mai an ihre Wähler. Auch in der FPÖ ist es Tradition, aus dem Anlass des Tages der Arbeit eine Veranstaltung auszurichten.

Mehr als 5.000 Teilnehmer auf dem Urfahranermarkt

Mehr als 5.000 Österreicher kamen auf den Urfahranermarkt in Linz und jubelten, als FPÖ-Parteichef Herbert Kickl Richtung schwarz-grüner Bundesregierung erklärte und damit den Kanzleranspruch stellte:

2030 geht euch nichts mehr an, da gibt es einen anderen Bundeskanzler, und der weiß, was er zu tun hat.

Niemand dürfe sich von den anderen Parteien einreden lassen, dass die FPÖ nur kritisiere und über keine Lösungen verfüge. Das Gegenteil, so Kickl, sei der Fall.

Corona, Neutralität, Umwelt- und Naturschutz

Dann zählte er die Lösungsvorschläge in der Corona-Zeit auf und benannte die freiheitliche Lösung auf die Frage, wie sich Österreich in Europa und der Welt außenpolitisch aufstellen soll:

Neutralität heißt da das Zukunftsmodell, das keinesfalls ein Auslaufmodell ist, nur weil manche Politiker zu dumm oder zu feig sind, sie anzuwenden.

Die FPÖ habe auch bessere Konzepte im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes, wo man nicht „für die vermeintliche Klimarettung unsere Umwelt zerstört, mit Windrädern den Boden versiegelt und wo alles Fossile als ,Teufelszeug´ angesehen“ werde.

„Festung Österreich“

Im Kampf gegen die „neue Völkerwanderung“ müsse man endlich eine „Festung Österreich“ errichten und sich ein Beispiel an Ungarn nehmen, wo es im Vorjahr nur 46 Asylanträge und nicht 112.000 wie in Österreich gegeben habe.

Die Stimmung im oberösterreichischen Bierzelt war angesichts der klaren Botschaften entsprechend gut, dass sogar der ORF berichtete, dass „des Öfteren ‘Herbert’-Chöre angestimmt wurden“. Das Land brauche einen freiheitlichen Bundeskanzler, so Kickl, der den Österreichern diene und nach oben trete. Und die FPÖ sei die einzige Partei, die auf der Seite der österreichischen Bevölkerung und der arbeitenden Menschen stehe.“

Politische Wende

Kickl erklärte in seiner Rede das freiheitliche Programm. Ihm gehe es „um den Erhalt unseres Wohlstands, unserer Arbeitsplätze, um Altern in Würde für unsere Senioren und darum, dass die Jugend wieder positiv in die Zukunft blicken kann.“ Es sei höchste Zeit für die „Hinwendung zur eigenen Bevölkerung und einer Abwendung von diesen Eliten“.

Angebot an ehemalige SPÖ-Wähler

Und dann rechnete Kickl mit den anderen Parteien ab:

Die SPÖ hat nämlich die ,einfachen Leute´ längst verraten und verkauft.

In der SPÖ gehe es nur noch um Posten und Ausgrenzung der FPÖ. Frei nach Bruno Kreisky lud Kickl alle enttäuschten SPÖ-Wähler ein, „ein Stück des Weges miteinander, mit der FPÖ zu gehen“. Er versprach, „auf die Arbeitsplätze, die Pensionen, auf ein leistbares Leben, auf eine gute Gesundheitsversorgung und Sicherheit“ zu schauen.

FPÖ gegen Einheitspartei aus SPÖ, ÖVP, Grünen und Neos

Außerdem will die FPÖ „den gutmenschlichen ,Klimbim´, die Gender-Ideologie, den Kult um Regenbogenfahnen, falsche Toleranz gegenüber der ,neuen Völkerwanderung´ sowie Unterwürfigkeit in Richtung EU“ beseitigen.

Die SPÖ sei längst mit den anderen Parteien ÖVP, Grünen und Neos zu einer „Einheitspartei“ verschmolzen:

Alle waren sie bei der Bundespräsidentenwahl für Van der Bellen, alle haben sie bei dem Corona-Wahnsinn mitgemacht und alle knien sie vor Brüssel und erklären uns, dass die Russland-Sanktionen alternativlos seien.

Nur die Freiheitlichen bildeten ein Gegengewicht gegen diese Einheitspartei. Das bringe auch den starken Rückenwind aus der Bevölkerung mit sich.

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