Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich

1. Mai auf dem Rathausplatz 2023

1.-Mai-Kundgebung auf dem Rathausplatz: Bei den Reden von SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig und SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner lichteten sich die Reihen.

1. Mai 2023 / 21:20 Uhr

Peinlicher 1.-Mai-Auftritt: Genossin weiß nicht einmal, wer Bürgermeister in Wien ist

Die SPÖ kann einem schon fast leid tun. Nach der Chaos-Befragung, wer die Partei in Zukunft als Chef führen soll, gab es ausgerechnet bei der 1. Mai-Veranstaltung auf dem Wiener Rathausplatz eine Peinlichkeit nach der anderen.

„A Kiwara is ka Hawara“

Unzensuriert fragte die Teilnehmern des 1.-Mai-Aufmarsches in Wien, wie die Stimmung in der SPÖ derzeit ist und welcher der drei Kandidaten, Pamela Rendi-Wagner, Hans Peter Doskozil oder Andreas Babler, die besten Chancen auf den Parteivorsitz hat. „Man weiß nicht, wer derzeit der Chef ist“, sagte eine Dame, „die SPÖ steuert auf eine Spaltung zu“, prophezeite ein junger Mann. Von linker Seite spürte man viel Hass gegen den burgenländischen Landeshauptmann Doskozil. Auf einem Plakat mit dem Konterfei von Doskozil vor dem Parlament am Ring war sogar zu lesen: „A Kiwara is ka Hawara“. Ein Babler-Befürworter sagte diesen Spruch dann auch in die Kamera von unzensuriert. Hier die ganze Umfrage:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Youtube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Ludwig mit Häupl verwechselt

War die Stimmung bei den Genossen aufgrund der Vorkommnisse in der Partei ohnehin schon am Tiefpunkt, passierte der Moderatorin auf dem Podium auch noch ein unverzeihlicher Lapsus: Nach der Rede von Wiens SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig bedankte sich die gute Dame nicht bei ihm, sondern bei „Michael Häupl“, der schon lange nicht mehr Stadtchef ist. Das lockerte die getrübte Stimmung ein wenig auf, die Lacher der Zuhörer hörte man bis zum Burgtheater.

Problem mit Glaubwürdigkeit

Der Wiener SPÖ-Chef Ludwig schaffte es dagegen nicht, die Genossen mitzureißen. Wahrscheinlich klang er ihnen zu wenig glaubwürdig, als Ludwig ernsthaft der Bundesregierung die Schuld an der Erhöhung des Richtwertzinses in die Schuhe schieben wollte. Den Mietern im Gemeindebau, die auf dem Rathausplatz standen und mitten in der Teuerung auch noch eine Mietzinserhöhung in Kauf nehmen mussten, war natürlich klar, dass Ludwig dies von sich aus verhindern hätte können. Das sagte Ludwig natürlich nicht. Und er verschwieg auch, dass der Bürgermeister in Wels, Oberösterreich, Andreas Rabl, den Richtwertzins bei Gemeindebauten nicht erhöht hat. Wahrscheinlich deshalb, weil Rabl ein sozialer freiheitlicher Bürgermeister ist.

Unterstützen Sie unsere kritische, unzensurierte Berichterstattung mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Teile diesen Artikel

    Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:

Politik aktuell

23.

Mai

13:52 Uhr

Wir infomieren

Unzensuriert Infobrief


Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Youtube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen