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Johanna Mikl-Leitner und Udo Landbauer

ÖVP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und FPÖ-Chef Udo Landbauer haben sich darauf geeinigt, einen Fonds für Corona-Geschädigte einzurichten.

26. März 2023 / 12:58 Uhr

Leserbrief-Schreiber fühlt sich nach Conny-Bischofberger-Kolumne „frustriert“

Ein Leserbrief-Schreiber in der Kronen Zeitung lässt nach dem Lesen der Kolumne von Conny Bischofberger über die Rückzahlungen von rechtswidrig verhängten Corona-Strafen in Niederösterreich seinem Frust freien Lauf. Und merkt gar nicht, dass er auf falscher Schiene unterwegs ist.

Arbeitsübereinkommen falsch verstanden

„Wer freiwillig Krone liest, dem ist eh nicht zu helfen“, sagte Kurier-Chefredakteurin Martina Salomon bei „Twitter“ und löste damit einen Krieg in der Mediaprint-Familie aus. Ob sie mit ihrer Aussage auch die Ergüsse der prominenten Kolumnen-Schreiberin Conny Bischofberger gemeint hat? Jedenfalls hat Bischofberger das Arbeitsübereinkommen zwischen der ÖVP und FPÖ in Niederösterreich nicht ganz richtig verstanden, wenn sie ihre Leser fragt:

Wie fühlen sich jene, die in der Pandemie alle Regeln eingehalten haben, wenn nun an Gegner der Maßnahmen Millionen ausgeschüttet werden?

Eine Frage, die Rudolf D. animierte, der Kronen Zeitung einen Leserbrief zu schicken, in dem er Conny Bischofbergers Satz ergänzend kommentierte – und zwar schrieb er:

Ich bin, gelinde gesagt, frustriert!

Der Leserbrief zum “Corona-Millionenfonds” in der Kronen Zeitung heute, Sonntag.

Verfassungsgerichtshof hob Strafen auf

Hätte sich Conny Bischofberger und der Leserbrief-Schreiber besser informiert und sich das Arbeitsübereinkommen genau angeschaut, würden sie eines Besseren belehrt sein. Im Punkt zwei des Kapitels „Corona“ steht nämlich geschrieben:

Das Land Niederösterreich wird jene – wegen Verletzung von Corona-Beschränkungen bezahlten – Strafgelder von Amts wegen an die Betroffenen persönlich rückerstatten, die aufgrund von Bestimmungen verhängt wurden, die in der Folge vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben worden sind.

Heißt: Strafen, die laut Verfassungsgerichtshof, also von den Höchstrichtern Österreichs, als rechtswidrig aufgehoben wurden, sollen rückerstattet werden. Das wird jeder verstehen, der schon einmal zu einer ungerechtfertigten Strafe verdonnert wurde und gegen die Bezahlung bei Gericht erfolgreich Einspruch erhoben hat. Nichts anderes bedeutet das Rückzahlungsabkommen in Niederösterreich.

Belohnung für Gefährder

Der Leserbrief-Schreiber verfällt dann weiter in das Narrativ, das die schwarz-grüne Regierung lange Zeit verbreitete und formuliert weiter:

Jetzt im Nachhinein wissen wir: Den Kollaps unseres Gesundheitssystems haben diejenigen verhindert, die Masken getragen und die auf Abstand geachtet haben. Dadurch und durch die Impfungen, die sich so viele freiwillig haben verabreichen lassen, haben wir diese Pandemie halbwegs gut überstanden. Und nun sollen diejenigen belohnt werden, die durch ihr Verhalten uns alle gefährdet haben! Seid ihr narrisch?

Weniger Tote in Schweiz und Schweden

Abgesehen davon, dass auch die Maßnahmengegner Masken getragen und Abstand gehalten haben, sich sogar – wenn auch nicht freiwillig – impfen ließen, um möglicherweise ihre Arbeit nicht zu verlieren, dürfte der Leserbrief-Schreiber tatsächlich nur ein Krone-Leser sein. Sonst nämlich würde er wissen, dass Impfungen vor Ansteckungen nicht geschützt haben und Länder, die auf Eigenverantwortung statt auf Zwang setzten, etwa Schweden oder die Schweiz, viel besser durch die “Pandemie” gekommen sind und auch weniger Tote zu beklagen hatten als Österreich.

Mann von “Impftoter” hofft auf Entschädigung

Von Impf-Nebenwirkungen ganz zu schweigen. Am Freitag meldete sich der Lebenspartner jener 49-jährigen Krankenschwester aus dem Zwettler Klinikum, bei der mutmaßlich ein zeitlicher Zusammenhang zwischen der Corona-Impfung mit AstraZeneca und ihrem Tod festgestellt wurde, in der unzensuriert-Redaktion. Der Mann aus dem Waldviertel in Niederösterreich, der – wie berichtet – seit Jahren erfolglos um eine Entschädigung kämpft, zeigte sich über das Arbeitsübereinkommen zwischen ÖVP und FPÖ erfreut und schöpfte Hoffnung, nun endlich zu seinem Recht zu kommen.

Hier das Arbeitsübereinkommen in Niederösterreich zum Nachlesen:

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