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Bauarbeiter

400.000 Wohnungen sollten laut Regierungsprogramm jährlich gebaut werden. Aber die Politik macht der Bauwirtschaft das Leben so schwer, dass die Ziele nicht erreicht werden können.

14. Januar 2023 / 16:49 Uhr

Vergleich zum Vorjahr: Baupreise explodieren und Zahlungsmoral sinkt

Die Bauwirtschaft war in der Corona-Zeit der Stabilisierungsfaktor. Wegen ihrer hohen volkswirtschaftlichen Bedeutung wurden dort die Corona-Radikalmaßnahmen auch schnell beendet.

Alarmsignale aus der Bauwelt

Umso bedenklicher sind daher die aktuellen Zahlen. Denn wegen der hohen Material- und Energiekosten steigen die Preise für den Bau neuer Wohnhäuser enorm.

So verteuerte sich der Neubau von Wohngebäuden im vergangenen November um 16,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. Allein von August auf November erhöhten sich die Baupreise um 2,5 Prozent.

Rückgang an Investitionen

All das trifft auf eine verschlechterte Zahlungsmoral säumiger Kunden. Diese hat sich trotz Inflation und hoher Energiekosten über alle Branchen hinweg kaum nennenswert verändert, außer im Bauwesen, dort ist sie deutlich gesunken.

Viele Investoren nehmen inzwischen Abstand von geplanten Projekten, was das Angebot reduzieren und die Preise noch einmal klettern lassen wird. Auch wegen der steigenden Zinsen sehen die Vorzeichen für Investitionen schlechter aus.

Gefährlicher Giftcocktail

Ein gefährlicher Giftcocktail, der die Insolvenzspirale zusätzlich anheizen dürfte. Denn neben höheren Kosten für Energie und weiterhin belasteten Lieferketten machen Zahlungsausfälle und Auftragseinbrüche das Überleben von vielen Unternehmen schwierig.

Das Ziel der Ampelkoalition, jährlich 400.000 Wohnungen zu bauen, dürfte angesichts der Misere, die durch die politischen Entscheidungen in Berlin erzeugt wurde, reines Wunschdenken werden.

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