Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich

Schon bei der Einladung in ihre Sendung dürfte Barbara Stöck penibel genau darauf achten, dass möglichst Gäste mit linkslastiger politischer Einstellung dabei sind.

ORF

13. Januar 2023 / 14:28 Uhr

Barbara Stöckl: Der Wolf im Schafspelz des „politisch korrekten“ Staatssenders

Barbara Stöckl hatte gestern, Donnerstag Abend, wieder ihren großen Auftritt im ORF. In ihrer Sendung „Stöckl“ versuchte sie abermals, durch gezielte Fragen an die Gäste ihre persönliche politische Einstellung zu vermitteln.

Verletzung des Objektivitätsgebots

Mit dem Schlagzeuger Martin Grubinger, „ZIB“-Moderator Armin Wolf und Politologe Peter Filzmaier hatte Stöckl drei Personen in der Sendung, die ihrem politischen Weltbild womöglich nicht fremd sind. Menschen, die mitte-rechts der Gesellschaft stehen, sind bei „Stöckl“ nie zu sehen, geschweige denn Politiker der freiheitlichen Partei. Stöckl agiert also nicht nach dem Objektivitätsgebot des ORF, nachdem alle Parteien gleich behandelt werden sollten, sondern nach eigenem ideologischen Gutdünken.

Stöck kritisierte Meinungsfreiheit auf „Twitter“

Wie Stöckl denkt, stellte sie gestern wieder deutlich zur Schau. Sie mokierte sich darüber, dass Elon Musk „Twitter“ übernommen habe und kritisierte die jetzt geöffnete Meinungsfreiheit auf dem Kurznachrichtendienst. Allen Ernstes sagte sie:

Ihr seid auf „Twitter“, mittlerweile von Elon Musk übernommen, der hat alle Accounts in die große Freiheit entlassen, egal, ob von Klimaleugnern oder sonstigen…man hat das Gefühl, da ist große Willkür und Wahnsinn, was da passiert.

Filzmaier ließ Stöckl „im Regen stehen“

Politologe Filzmaier, direkt darauf angesprochen, war klug genug, um darauf überhaupt nicht einzugehen und erzählte etwas über seinen Australien-Aufenthalt, bei dem er lediglich Postings zum Sport machte.

Gegen Jörg Haider protestiert

Alleingelassen von Filzmaier in ihrer politischen Einsilbigkeit und in ihrem mutmaßlichen Bemühen, linkslastige Politik im Rahmen ihrer ORF-Talk-Sendung wie ein Wolf im Schafspelz zu transportieren, fragte Stöckl dann in die Gästerunde, ob sie jemals gegen irgendetwas protestiert hätten. Im Schlagzeuger und Multipercussionisten Grubinger fand sie dann endlich einen, der ihr aus der Seele sprach. Der Musiker sagte wortwörtlich:

Ich bin 1983 geboren, wenn man hochrechnet, Ende der 90er, ich hab´ gegen Jörg Haider protestiert. Und zwar leidenschaftlich und aus voller Überzeugung, das sage ich jetzt auch noch 20 Jahre danach.

Nach dieser Aussage ließ Stöckl ihre Gäste mit provokanten politischen Fragen in Ruhe. Sie hatte offensichtlich erreicht, was sie wollte – eine ablehnende Aussage gegen einen rechten Politiker. Eingebettet in eine Sendung, die abseits der politischen Berichterstattung des ORF dem Publikum eigentlich interessante Menschen vorstellen sollte.

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