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Mit seinen Märchenerzählungen wollte der Linksaußenpolitiker und SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil von den Migranten-Krawallen in der Silvesternacht ablenken.

SPD

13. Januar 2023 / 12:28 Uhr

Klingbeil muss seine erfundene Geschichte über “Rechtsextreme” zurücknehmen

Mit Schaum vor dem Mund empörte sich am 9. Jänner in einer Pressekonferenz der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil über “Rechtsextreme”, die angeblich in der Silvesternacht mit “Sieg Heil”-Rufen auf Sicherheitskräfte losgegangen sein sollten. Doch außer ihm wusste niemand etwas von derartigen Vorfällen, nicht einmal die Polizei selbst. Gestern, Donnerstag, musste der ehemalige „Antifa“-Aktivist nun zugeben, dass er eine Falschmeldung verbreitet hatte.

Klingbeil wollte von Migranten-Ausschreitungen ablenken

Um von den Silvesterkrawallen kriminellen Ausmaßes in Berlin und anderen Städten abzulenken, an denen hauptsächlich Personen mit „Migrationshintergrund“ beteiligt waren, setzte der SPD Vorsitzende vor laufenden Kameras ein Märchen von “Rechtsextremen” in die Welt. Wörtlich sagte er:

Ich erlebe ein wirres “Berlin-Bashing”, eine Stigmatisierung von gesellschaftlichen Gruppen, ich höre absurde Anträge über Vornamen, ich höre ein lautes Schweigen, wenn es um Borna, um Görlitz, um Hildburghausen geht, wo Rechtsextreme sich aufgemacht haben. Sicherheitskräfte mit lauten “Sieg Heil” Rufen angegriffen haben.

“Rechtsextreme” eine glatte Erfindung

Darauffolgenden Recherchen der Wochenzeitung Die Zeit hielt diese Behauptung nicht stand. Nirgendwo wurden Ausschreitungen von “Rechtsextremen” registriert. Tatsächlich hatte in Borna (Sachsen) etwa die Hälfte der 200 auffälligen Personen „Migrationshintergrund“. Es wurden auch etwa 30 vermummte Personen beobachtet. Diese hätten laut Berliner Zeitung in dem Moment, in dem ein Streifenwagen eintraf, eine Rakete auf die Beamten gerichtet und abgefeuert. Zudem sei versucht worden, den Weihnachtsbaum umzukippen oder mit Pyrotechnik anzuzünden.

Laut Polizei-Pressesprecher Olaf Hoppe habe es jenseits der Presseberichte bisher keine Hinweise auf eine rechtsextreme Gesinnung der Täter gegeben. Auch keiner von den zwölf Polizisten, die am Tatort waren, habe das so beschrieben.

Klingbeil muss zurückrudern

Dermaßen aufgeblattelt, sah sich Klingbeil gezwungen, seine Märchengeschichte zurückzunehmen. Allerdings nicht vor versammelten Medien samt TV-Bericht auf Phönix, wie am 9. Jänner geschehen, sondern scheinheilig mit einer lapidaren Kurzmeldung auf „Twitter“:

Vielen Dank für die Recherche. Ich hatte mich am Montag auf andere Meldungen verlassen. Da hätte ich vor einer öffentlichen Aussage dazu gründlicher nachfragen müssen. Sorry,

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