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Ball auf dem Fußballplatz

Gibt es nicht finanzielle Hilfen, gehen bei den österreichischen Sportvereinen bald die Lichter aus.

23. Dezember 2022 / 14:40 Uhr

Zuerst Corona, jetzt Energiekrise: Freitheitliche wollen Sportvereine retten!

Die massive Erhöhung bei Gas- und Strompreisen bringt die Sportvereine in wirtschaftliche Bedrängnis. In Wien fordern die Freiheitlichen daher einen „Energiefördertopf“.

Trainingszeiten mussten schon verkürzt werden

Schon während der Corona-Zeit fehlten den Sportvereinen wichtige Einnahmen, jetzt verschärft sich die Situation nochmals. Denn kaum ein Klub kann die Energiekosten stemmen. Manche reagierten auf die finanzielle Mehrbelastung, indem sie die Trainingszeiten verkürzten. Denn bei Fußballvereinen verschlingen die Flutlichtanlagen immense Summen. Ob das Einschränken der Trainingszeiten allerdings ausreichen wird, um wirtschaftlich über die Runden zu kommen, wird von Funktionären bezweifelt.

Leidtragende sind die Kinder

Die Wiener FPÖ befürchtet, dass den Vereinen eine dauerhafte Einstellung des Sportbetriebs aufgrund der derzeitigen Kostenbelastung droht. Die Energiekosten pro Verein machen schon 30 bis 40 Prozent des Budgets aus. FPÖ-Gemeinderat Wolfgang Kieslich sagte gegenüber unzensuriert:

Leidtragende wären wieder die Kinder, die ihrer körperlichen Betätigung nicht nachgehen könnten.

Antrag zur Einrichtung eines “Energiefördertopfes”

Kieslich hat daher mit dem freiheitlichen Klubobmann im Wiener Rathaus, Maximilian Krauss, einen Antrag auf Einrichtung eines „Energiefördertopfes für Sportvereine“ gestellt. Wörtlich heißt es in diesem Antrag:

Der amtsführende Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport wird aufgefordert, einen Fördertopf für Wiener Sportvereine einrichten zu lassen, aus dem die Mehrkosten der Energieteuerung übernommen werden und deren Verteilung die Verbände übernehmen.

FPÖ-Antrag einstimmig in Ausschuss zugewiesen

Der freiheitliche Antrag wurde einstimmig, also mit den Stimmen aller Fraktionen, in den Ausschuss für Gesundheit, Soziales und Sport zugewiesen. Wolfgang Kieslich spricht von einem „positiven Zeichen“ und glaubt, damit einen wichtigen Schritt getan zu haben, um die dramatische Situation bei den Sportvereinen zu meistern.

Hier finden Sie den FPÖ-Antrag im Wiener Gemeinderat im Originalwortlaut:

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