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Auch wenn die Politik und die Mainstream-Medien gebetsmühlenartig wiederholen, dass die Meinungsfreiheit ein so hohes Gut sei. Die Wirklichkeit sieht anders aus, meinen zumindest die Bundesbürger selbst.

17. Dezember 2022 / 12:56 Uhr

Bedenklich: Jeder zweite fürchtet sich, die eigene Meinung frei zu äußern

Die ARD-Anstalt MDR hat eine Umfrage in seinem Sendegebiet, in Mitteldeutschland, zum Stand der Meinungsfreiheit gemacht.

Immer weniger, was noch gesagt werden darf

Fast jeder zweite der 27.000 befragten Bürger in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gab an, dass er ab und an „Angst hat, die eigene Meinung zu äußern“ (48 Prozent).

Das betrifft am meisten die sozialen Medien, wo 70 Prozent derer ihre Meinung nicht mehr sagen. Aber die Intoleranz gegenüber anderen Meinungen ist auch im Arbeitsumfeld ein Problem. Mehr als die Hälfte (58 Prozent) derjenigen, die ihre Ansichten nicht mehr mitteilen, sagt in der Arbeit lieber gar nichts mehr. Im Freundeskreis sind es 27 Prozent und in der Familie 16 Prozent.

Allgemeiner Zustand der Meinungsfreiheit

78 Prozent der vom MDR Befragten ist der Ansicht, man müsse bei der Äußerung bestimmter Meinungen vorsichtig sein, weil sie tabuisiert seien. Den allgemeinen Zustand der Meinungsfreiheit in Deutschland sehen fast 60 Prozent kritisch.

Und welche Meinungen sind das, die immer mehr zurückgedrängt werden, weil eine – oft kleine, aber radikale – Minderheit vorgibt, was alle, und zwar ausnahmslos, zu denken und zu sagen haben? Die Klassiker: Corona-Politik, Einwanderung, Klimawandel oder der Krieg in der Ukraine. Viele sagen lieber gar nichts mehr, bevor sie beschimpft werden, weil sie nicht das von den Mächtigen Gewünschte wiedergeben.

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