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Porsche Macan

Ein Porsche ist der Traum vieler. Doch sein Konstrukteur ist bei den Linken in Ungnade gefallen.

14. Dezember 2022 / 07:53 Uhr

Wehe den Besiegten: Auch Autokonstrukteur Ferdinand Porsche findet keine Gnade

Was haben der Komponist Hans Pfitzner, der Autokonstrukteur Ferdinand Porsche, der Unterhaltungskünstler Franz Resl und Bischof Johannes Maria Gföllner gemeinsam? Eine Straßenbenennung in Linz, weil sie Leistungen erbracht haben, die über das übliche Maß hinausgehen.

Kinder ihrer Zeit

Aber nicht mehr lange. Morgen, Donnerstag, will der rot geführte Stadtsenat ihnen diese Ehrung aberkennen.

Was ist geschehen? Ja, sie lebten alle vier in einer Zeit, die heute nur mit dem Seziermesser betrachtet wird, und haben sich, wie so viele in allen Zeiten, mit den Mächtigen arrangiert.

64 tote Persönlichkeiten vor rotem Tribunal

1.800 Seiten hat die rote Stadt Linz erarbeiten und vom Steuerzahler bezahlen lassen, auf denen unbekannte Nachgeborene mit den vier Persönlichkeiten und noch anderen Zeitgenossen hart ins Gericht gehen. Sie passen nicht in die heutige Zeit, die von moralischer Überlegenheit getränkt ist. Hinweg also mit den Personen, ihre Leistungen sind ab sofort nichts mehr wert.

Vor das politische Tribunal zerren SP-Stadtchef Klaus Luger und Stadtarchivdirektor Walter Schuster noch 57 weitere Männer und drei Frauen, denen Straßennamen in Linz gewidmet worden waren:

Die Entscheidung, was mit den negativ behafteten Straßennamen passiert, werden wir im Stadtsenat treffen.

Kein Problem mit Bulgariplatz?

Die Mitglieder des Linzer Stadtsenates werden vom Gemeinderat in Fraktionswahl gewählt; folglich sitzen aktuell vier SPÖ- und ein grüner Vertreter zwei Vertretern von der ÖVP und einem von der FPÖ gegenüber. Eine linke Mehrheit also. Das Ergebnis der Beratungen im Stadtsenat wird folglich keine Überraschung sein.

Eine Überraschung wäre es aber, wenn sich der Stadtsenat auch mit dem Bulgariplatz in Linz beschäftigte. Immerhin wurde der Schutzbündler wegen mehrfachen Mordes beim Februar-Aufstand des linken SPÖ-Flügels verurteilt und als einziger der Angeklagten schließlich für seine Gewalttat hingerichtet. Ja, sogar Leichenfledderei soll er begangen haben. Und trotzdem widmeten ihm seine nachgeborenen Gesinnungsfreunde einen Platz in Linz. Über den sie möglicherweise in einem Porsche fahren.

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