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Twitter-Eintrag Sybille Zeisel

Dieser “Twitter”-Eintrag einer Ex-SPÖ-Gemeinderätin in Pressbaum in Niederösterreich sorgte für heftige Reaktionen.

7. Dezember 2022 / 14:33 Uhr

Ex-SPÖ-Gemeinderätin zu “Fall Leonie“: „Normaler Sex-Nachmittag, der aus dem Ruder gelaufen ist“

Eine frühere SPÖ-Gemeinderätin in Pressbaum, Bezirk St. Pölten, in Niederösterreich, sorgt derzeit mit einem „Twitter“-Eintrag für erboste Reaktionen.

Leben von Afghanen genauso zerstört wie das von Leonie

Sybille Zeisel, sie war laut Auskunft des Stadtamtes von April 2010 bis März 2013 SPÖ-Gemeinderätin in Pressbaum, sieht das Leben der drei Afghanen, die am 2. Dezember – noch nicht rechtskräftig, daher gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung – wegen Mordes und Vergewaltigung an der 13-jährigen Leonie verurteilt wurden, genauso zerstört wie das von Leonie. Außerdem war es für sie anscheinend kein Mord und keine Vergewaltigung, sondern ein „ganz normaler Sex-Nachmittag, der aus dem Ruder gelaufen ist“. Siehe „Twitter“-Eintrag von Sybille Zeisel vom 6. Dezember:

https://twitter.com/sybille_zeisel/status/1600159343902875648?s=20&t=SgzWR-Sve-wpzVXLzWzqYw

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“Haben Sie jeden Anstand verloren?”

Die Kommentar-Schreiber unter diesem „Tweet“ können das Geschreibsel Zeisls kaum fassen. „Haben Sie jeden Anstand verloren?“, fragt ein Nutzer. Ein anderer meint: „Sie merken es offensichtlich nicht, aber sie sondern zu diesem Thema nur noch Charakterlosigkeiten ab. Wie pro Tag sicher 1000x“. Helmut K. schreibt in seiner Replik auf den Eintrag Zeisels: „Würden Sie das so auch den Angehörigen des Mädchens ins Gesicht sagen? Interessiert mich wirklich“. Und Helmut B. bemerkt: „Oida, das ist sowas von daneben. Stell dir vor, es ginge um Dein Kind. Zum Kotzen“. Und das ist nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was die Ex-SPÖ-Gemeinderätin, die als ihren „Twitter-Account“-Namen „Sybille Zeisel, rotes Xindl“ gewählt hat, als Reaktion auf ihre Zeilen zu hören und lesen bekam.

ORF-Redakteur machte sich Sorgen um Traumatisierung

Das Mitleid Zeisels mit den drei Afghanen erinnert auch an die Fragestellung eines Journalisten bei der nach Bekanntwerden der grauslichen Tat abgehaltenen Pressekonferenz am 29. Juni 2021 im Innenministerium. Dieser Journalist, ein ORF-Mitarbeiter, machte sich tatsächlich Sorgen um die Traumatisierung der Tatverdächtigen, die ja aus dem Kriegsland kommen würden. Er fragte allen Ernstes, ob Österreich für diese jungen Leute genug getan hätte. Unzensuriert berichtete.

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