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Karoline Edtstadler

Karoline Edtstadler im Interview mit Info-Direkt-Chefredakteur Michael Scharfmüller gestern, Sonntag, in Grieskirchen in Oberösterreich.

19. September 2022 / 11:33 Uhr

Edtstadler schließt Ausgangssperren bei einem „Blackout“ nicht aus

„Lockdown“ im „Blackout“? Nicht unrealistisch, wenn man sich das Interview von Verfassungsministerin Karoline Edtstadler mit Info-Direkt ansieht, das am 18. September in Grieskirchen geführt wurde.
„Es kommt auf das Szenario an“
Auf die Frage von Info-Direkt-Chefredakteur Michael Scharfmüller, ob es zu Ausgangssperren bei einem „Blackout“, also bei einem kompletten Stromausfall, kommen könne, meinte Edtstadler wörtlich:

Das kann ich Ihnen jetzt überhaupt nicht beantworten. Es kommt auf das Szenario an, was man dann sozusagen hat. Da gibt es dann auch die entsprechenden Krisenstäbe, die das regeln. Ich glaube wirklich, wir sind in einer Situation, wo wir sagen können, die letzten Krisen – in den letzten drei Jahren haben wir durchgehend Krisen gehabt – haben wir gut bewältigt. Und das werden wir auch weiterhin so machen.

Allerdings scheint es wenig realistisch, damit zu rechnen, dass sich Menschen, bei denen Nahrungs- und Trinkwasser-Versorgung, Toiletten und Heizung nicht mehr funktionieren, daheim einsperren lassen.

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„Verstehe, dass sich viele Menschen schwer tun“
Interessant auch die Ansicht von Edtstadler zu einer großen oberösterreichischen Firma, die aufgrund der horrenden Energiekosten ihre Fahnen auf Halbmast gesetzt hat, um auf die schlimme Situation aufmerksam zu machen. Edtstadler dazu wörtlich:

Wir wissen, dass es im Moment viele Herausforderungen gibt, wir wissen, dass wir alles dafür tun müssen, dass wir die Energiepreise wieder hinunterbringen. Das gilt für Österreich, aber auch für Europa. Wir arbeiten gerade an einer europäischen Lösung, wir werden nationale Alleingänge und Lösungen nicht finden können, und insofern verstehe ich das auch, dass sich viele Menschen schwer tun.

Vom Ende der Beteiligung Österreichs an den selbstmörderischen EU-Sanktionen gegen Russland sagte Edtstadler kein Wort.

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