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Ob gesunde Welpen ausgelassen auf der Wiese herumtollen können oder schon in jungen Jahren viel Leid erfahren müssen, interessiert Abgeordnete von ÖVP und Grünen nicht.

18. April 2022 / 11:26 Uhr

Regierungsparteien begünstigen weiterhin Welpenhandel aus ausländischen Hinterhof-Zuchten

Immer mehr verdichtet sich der Eindruck, dass Tierschutz den beiden Regierungsparteien ÖVP und Grünen kein Anliegen ist. Zuletzt lehnten sie im Bundesrat einen Antrag ab, der skrupellose Praktiken im Welpenhandel erschweren sollte.
Tierleid aus Profitgier
„In Hinterhöfen produzieren skrupellose Händler -zigtausende Rassewelpen. Gesundheit und Wohl der Tiere spielen dabei keine Rolle – es zählt einzig und alleine der Profit. Die Hunde leiden wegen des viel zu frühen Entzugs von ihrer Mutter oft an chronischen Beschwerden und Krankheiten. Es fehlen ihnen die Sozialkontakte, die sie gerade am Anfang ihres Lebens so dringend benötigen“, schildert in einer Aussendung die freiheitliche Bundesrätin Marlies Steiner-Wieser die Zustände und Praktiken in vielen ausländischen Zuchtbetrieben.
Türkis-Grün lehnte Antrag ab
Der von der Opposition eingebrachte Antrag hatte vorgesehen, dass beim Import von Welpen der Nachweis eines Impfschutzes gegen Tollwut erbracht werden müsse. “Mit einem Tollwut-Impfschutz wäre sichergestellt, dass die Tiere beim Import ein Mindestalter von 15 Wochen aufweisen. Dadurch wären sie vielen Käufern zu alt, und das Geschäftsmodell der Welpen-Mafia wäre dadurch massiv beeinträchtigt“, erläutert Wieser die Intention des Antrags.
Impfnachweis in EU vorgesehen
Während sich ÖVP und Grüne in der Regel sklavisch an EU-Vorgaben halten, scheinen sie es beim Tierschutz nicht so genau zu nehmen. Denn in der gesamten EU ist genau so ein Impfnachweis vorgesehen, klärt die Bundesrätin auf. Doch Österreich nimmt in dieser Frage eine Ausnahmeregelung in Anspruch, und die Regierungsparteien sahen offensichtlich keinen Grund, das zu ändern.

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