Brennender Geldschein

Mit dem Corona-Argument wurde auch der Kampf gegen das Bargeld verschärft, wie nun aktuelle Zahlen zum Bezahl-Verhalten der Deutschen zeigt.

22. April 2021 / 16:18 Uhr

70 Milliarden Euro weniger: Corona als “Todesbringer” für den Bargeldgebrauch

Im Zuge der seit mehr als einem Jahr andauernden Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Dauer-Panikmacherei von Seiten der Politik und Medien ist auch das Bargeld ins Visier der Verbotsmaßnahmen gerückt. So ging der Bargeldeinsatz in Deutschland im vergangenen Jahr um ganze 70 Milliarden (!) Euro zurück, so viel, wie man eigentlich erst für die nächsten sieben bis zehn Jahre prognostiziert hat.

Stimmungsmacherei gegen Bargeld

In Mitleidenschaft gezogen wurde dadurch auch die Werttransport-Branche, die einen Rückgang von 25 Prozent hinnehmen musste und nun die Zahl der Geldtransporter und der Mitarbeiter verringert.

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Als Grund kann der der teils aggressive Druck des Handels auf Kunden gelten, wonach diese in Corona-Zeiten bargeldlos bezahlen sollen. In vielen Geschäften wird eigens darauf hingewiesen, manche untersagten anfangs sogar komplett das Bezahlen mit Bargeld. Dies führte unter vielen Deutschen zu einem Umgewöhnungseffekt, der sich nun sichtbar macht. Mit Bargeld wird kaum noch bezahlt, dafür häufiger elektronisch via Karte.

Kampf gegen Bargeld geht weiter

Da der Anteil des Bargeldes normalerweise im Handel langsam, aber stetig um etwa einen Prozentpunkt im Jahr sinkt, nun aber massiv zurückgeht, rüsten auch die Branchen um und verstärken den Kampf gegen physisches Geld. So reduziert sich etwa nun auch die Anzahl an Bankomaten und Bankfilialen in Deutschland kontinuierlich, was wiederum bedeutet, dass gerade ältere Menschen, die häufig mit Bargeld bezahlen, immer schwerer an dieses gelangen.

Erschwerend kommen die Negativzinsen der EZB hinzu. Sie sorgen dafür, dass das Geld auf der Bank noch weniger wert wird, als es bisher schon dank der steigenden Inflation ist. Ein Teufelskreis, der offensichtlich gewollt ist.

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