Wandern Nussberg

Auf dem Nußberg in Wien sah man zahlreiche Wandergruppen ohne Abstandsregeln. Keiner hält sich mehr an die Corona-Verordnungen – und die Polizei greift nicht ein. Nur gegen Regierungskritiker wird hart vorgegangen.

7. März 2021 / 19:58 Uhr

Polizeiliche Willkür spiegelte sich am herrlichen Sonntag in Wien wider

Wer gestern, Samstag, auf der Corona-Demonstration war und heute, Sonntag, den herrlichen Sonnentag im Freien nutzte, konnte sich nur wundern.

Keine Masken, kein Abstand, keine Strafen

Die Wiener pfiffen auf die Corona-Regeln der Bundesregierung. Die Fußballkäfige waren zum Bersten voll, entlang der Donauinsel und des Donaukanals saßen Menschen dicht gedrängt wie an einem heißen Sommertag und auf dem Kahlenberg sah man Wandergruppen, wohin das Auge reichte.

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Masken, Abstand – nichts wurde eingehalten. Aber wo war die Polizei? Waren die Beamten von ihrem gestrigen Einsatz noch so müde, dass sie heute keinen Dienst versehen konnten? Keine Beamte weit und breit, keine Anzeigen, keine Abmahnungen, keine Strafen.

65-Jährige in Handschellen abgeführt, weil sie zu geringen Abstand hielt

Strafen hatte man gestern, Samstag, eifrig – und wohl auf Anordnung von ganz oben – ausgeteilt. Wie berichtet, wurde sogar eine 65-jährige Frau, weil sie keinen Zwei-Meter-Abstand auf dem Gehsteig einhielt, weinend in Handschellen abgeführt.

Der Vergleich zwischen den Polizeihandlungen am Samstag bei der Corona-Demo und heute, Sonntag, beim Freizeitvergnügen der Wiener, macht sicher: Regierungskritiker sollten durch Polizeigewalt, Anzeigen und Strafen eingeschüchtert werden.

Eine ziemlich durchsichtige Aktion, die à la longue nichts bringen wird. Denn die Menschen lassen sich nicht mehr aufhalten, wie die Kundgebung mit 50.000 Menschen gestern eindrucksvoll bewiesen hat.

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