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Diversitätswahn: Die US-Technologiebörse Nasdaq fordert, Frauen und Minderheiten in Firmenvorständen stärker zu berücksichtigen und droht notfalls mit Börsen-Ausschluss.

USA

2. Dezember 2020 / 19:07 Uhr

US-Börse Nasdaq will Firmen Frauen- und Schwulen-Quoten aufzwingen

Die US-Technologiebörse Nasdaq hat Unternehmen aufgefordert, Frauen und Minderheiten stärker zu berücksichtigen. Andernfalls will sie den Firmen allen Ernstes die Börsenzulassung entziehen. Dafür stellte Nasdaq einen entsprechenden Antrag bei der Börsen- und Wertpapieraufsicht SEC, wie heise.online berichtete.

Ethnische oder sexuelle Minderheiten in Vorstände

Demnach wären alle an Nasdaq notierten Unternehmen künftig verpflichtet, offenzulegen, wie divers ihre Vorstände sind. Je nach Rang will die US-Börse ihnen eine Zeitspanne vorgeben, in der sie ihren Vorstand vielfältig genug aufgestellt haben müssen. Nach dem Willen der Technologiebörse soll mindestens ein Verwaltungsratssitz einer Frau und mindestens ein weiterer einer Person zugeteilt werden, die entweder einer ethnischen oder sexuellen Minderheit angehört. Das könnten beispielsweise Afro-Amerikaner oder Transgender sein.

Ziel ist „inklusives Wachstum“

Ziel des Vorhabens sei es, sich für ein „inklusives Wachstum“ einzusetzen. Dadurch könne eine stärkere Volkswirtschaft geschaffen werden, teilte Nasdaq-Vorstandschefin Adena Friedman mit. Mit der Zulassungsregel trage die Technologiebörse zu „mehr Diversität“ in amerikanischen Unternehmen dabei. Ein entsprechender Antrag der Nasdaq an die Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) ist bereits gestellt. Sollte diese zusxtimmen, sollen für die Umbesetzungen in den Firmen-Chefetagen Übergangsfristen gelten.

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